Die Vorfreude auf die "Deutsche" steigt

- Gunthild Schulte-Hoppe

Hinten von links: Trainerin Rosalinde Lehle, Cora Liebherr, Carla Baer, Alexia Garanin, Theresa Heinig, Finja Muff, Lara Wagner, Co-Trainer Daniel Lehle. Vorne von links: Klara Röttger, Lilly Beckert, Zümre Öztürk, Melinda Vila, Tijen Cidanel

Keine vier Wochen mehr, dann steht für die U16-Volleyballerinnen des VfB Friedrichshafen ein ganz besonderes Ereignis an: Sie sind bei der Deutschen Meisterschaft dabei, die am 4. und 5. Mai in der Sporthalle im Berufsschulzentrum in Friedrichshafen ausgetragen wird.
Langsam steigt die Vorfreude bei den Mädchen „Man merkt, dass es was Großes ist“, sagt Zümre Öztürk. „Und man merkt, dass es voll viel Arbeit ist“, findet Lilly Beckert. Die Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren: Für den Event muss die Vierfach-Sporthalle im Berufsschulzentrum entsprechend hergerichtet werden. Von der Organisation der Bundesländer-Flaggen über den Transport des Schiedsrichterstuhls und der Kühlschränke fürs Catering bis hin zur Personalplanung für den Kuchenverkauf muss alles genau geplant werden. Dabei hat das Orgateam um Abteilungsleiter Werner Feiri, Jugendleiter weiblich Daniel Lehle und FSJ-lerin Clara Gescher mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen, denn in der ZF Arena bestreiten die VfB-Profis – sofern er sich im Halbfinale durchsetzt – zeitgleich sein zweites Finalspiel.
Auch die U16-Mädchen helfen mit, verteilen Plakate und Flyer, um viele Zuschauer in die Halle zu locken. Der Schwerpunkt der Vorbereitung liegt für Trainerin Rosalinde Lehle und ihr Team natürlich auf dem sportlichen Bereich. Seit der VfB im vergangenen Herbst den Zuschlag für die Ausrichtung bekommen hat, laufen die Uhren bei der U16 anders. Alles ist auf das große Ziel Deutsche Meisterschaft ausgerichtet, für die der VfB als Ausrichter eine „wild card“ bekommen hat. Die sportlichen Leistungen können sich dennoch sehen lassen. Erst vor wenigen Wochen haben die VfB-Mädchen Platz drei bei den Württembergischen Meisterschaften belegt. Die Niederlage gegen den späteren Meister MTV Stuttgart im Überkreuzvergleich verhinderte ein besseres Abschneiden. „Immerhin hat uns der Stuttgarter Trainer als beste Abwehrmannschaft gelobt“, sieht Rosalinde Lehle die gute Leistung bestätigt.
Bis zur „Deutschen“ wartet ein intensives Programm auf Lilly Beckert, Carla Baer, Saskia Luidl, Melinda Vila, Tamira Lattner, Alexia Garanin, Finja Muff, Cora Liebherr, Zümre Öztürk, Klara Röttger, Theresa Heinig, Noemi Kozilek, Stella Oikonomie, Lara Wagner und Tijen Cidanel. In der ersten Osterferienwoche fährt das Team ins Trainingscamp nach Wolfurt, wo außer Trainingseinheiten auch Testspiele geplant sind. Anschließend bekommen die Mädels noch eine Woche Regenerationszeit, bevor es in den Endspurt geht.
„Die lange Saison hat sehr viel Kraft gekostet“, sagt Trainerin Lehle. Körperlich, aber – mit der Gewissheit eines Großereignisses am Ende – auch mental. Deshalb kann sie es ebenso wie ihre Spielerinnen nicht abwarten, dass am 4. Mai um 10 Uhr der Anpfiff zur Deutschen Meisterschaft ertönt.