Häfler lernen viel dazu

- Gunthild Schulte-Hoppe

Drittligavolleyballer unterliegen in Bliesen

Friedrichshafen – Die Auswärtsfahrt ins Saarland endete mit einer 0:3 (13:25, 19:25, 23:25)-Niederlage. Fast hätte die Volleyballpartie TV Bliesen gegen VfB Friedrichshafen 2 ausfallen müssen, weil die Häfler Krankenliste zu lang war.

Mit acht Mann und ohne Zuspieler hatten sich die Häfler auf die 400 Kilometer lange Reise gemacht. Für diese missliche Ausgangssituation schlug sich der VfB mehr als achtbar. Die Spieler, allen voran Kapitän Jakob Elsäßer, hatten den Ernst der Lage erkannt und gaben ihr Bestes.  Gleiches galt für "Zuspieler" Fabian Feiri, der vom Mittelblocker zum Ballverteiler avancierte. Bis 11:11 hielt der VfB gut mit, dann musste er Bliesen davonziehen lassen. Im zweiten Satz gerieten die Häfler schnell in Rückstand (4:12), fanden nach einer Aufschlagserie wieder den Anschluss (10:12), fabrizierten aber nach hinten raus ein paar Fehler zu viel. Nach der Zehn-Minuten-Pause kamen die Häfler frohen Mutes aus der Kabine. Bessere Blockarbeit und Angriffe über die Mitte Machten das Spiel variabler. Besonders erwähnenswert war der Meterball, den Mittelblocker Moosherr am Doppelblock vorbei auf die Dreimeterlinie setzte.

Selbst beim Stand von 19:23 gaben sich die Gäste vom See nicht auf. Jakob Elsäßer stellte mit seinen Aufschlägen den Bliesener Annahmeriegel vor unlösbare Aufgaben und sogar Libero Adrian Jammer steuerte in seinem ersten Drittligaspiel einen Punkt zum 23:23 bei. Beim Stand von 23:24 aus Häfler Sicht, sah der Schiedsrichter als einziger in der Halle eine Doppelberührung bei Zuspieler Feiri und beendete das Spiel.

Trotz der Niederlage war die Stimmung auf der Rückfahrt gut. Dafür, dass die Voraussetzungen so bescheiden waren, hat die Mannschaft alles aus sich herausgeholt. "Vor allem unsere teilweise sehr jungen Spieler haben viel aus dem Spiel gelernt", ist sich Fabian Feiri sicher.

Für den VfB spielten: Fabian Feiri, Marc Moosherr, Michael Haug, Jovan Markovic, Jakob Elsäßer, Elias Mex, Niklas Kornel, Libero Adrian Jammer.