Dabei verlangten die Titelkämpfe den Häflern nicht nur sportlich alles ab. Auch Freiburg war am vergangenen Wochenende von einer außergewöhnlichen Hitzewelle erfasst. Bei Temperaturen von bis zu 37 Grad im Schatten wurden die Begegnungen – soweit es der Spielplan zuließ – in die frühen Morgenstunden und den Abend gelegt. Dennoch entwickelte sich das Turnier zu einer echten Hitzeschlacht, in der Konzentration, Ausdauer und Teamgeist gleichermaßen gefragt waren.
VfB gewinnt Vorrundengruppe ohne Niederlage
Der VfB Friedrichshafen erwischte einen perfekten Start in das Turnier. Zum Auftakt setzte sich die Mannschaft mit 3:0 gegen den SV Schulzendorf durch. Es folgten ein weiteres 3:0 gegen den TuS Wiesbaden. Auf einen 2:1-Erfolg gegen die TG Mainz-Gonsenheim folgte ein abschließendes 3:0 gegen den VC Offenburg.
Mit vier Siegen, acht Punkten, einem beeindruckenden Spielverhältnis von 11:1 sowie 248:149 Ballpunkten gewann Friedrichshafen die Gruppe D souverän und qualifizierte sich damit direkt für das Halbfinale. Die Sieger der vier Vorrundengruppen zogen ohne Zwischenrunde in die Vorschlussrunde ein.
Halbfinale endet erst im dritten Spiel
Im Halbfinale wartete mit dem ASV Dachau ein starker Gegner. Nach einem denkbar knappen ersten Spiel, das Dachau mit 26:24 gewann, glich Friedrichshafen durch einen 23:21-Erfolg im zweiten Spiel aus. Im entscheidenden dritten Spiel, das „4 vs. 4“ ausgetragen wurde, behielt Dachau schließlich mit 21:17 die Oberhand und zog ins Finale ein.
Da bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften kein Spiel um Platz drei ausgetragen wurde, belegte der VfB Friedrichshafen gemeinsam mit den Erfurt Volleys den dritten Platz.
Helfer und Dreisam sorgen für Abkühlung
Ein besonderer Dank gilt der Freiburger Turnerschaft von 1844, die mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für hervorragende Rahmenbedingungen sorgte. Trotz der extremen Temperaturen gelang es dem Organisationsteam, mit Schattenplätzen, Getränken und viel Engagement die unter den Voraussetzungen besten Bedingungen für die jungen Sportler zu schaffen.
Für die Spieler des VfB wurde die unmittelbar an der Beachanlage vorbeifließende Dreisam zwischen den Begegnungen immer wieder zur willkommenen Abkühlung. Nach dem Ende der Wettkämpfe konnten die Mannschaft vor der Siegerehrung sogar noch eine Stunde im benachbarten Freibad verbringen und die Strapazen des Wochenendes hinter sich lassen - wobei es auch hier die Häfler sowohl ins Wasser als auch schon wieder auf die Beach-Plätze des Freibades zog.
Andreas und Renate Elsäßer führen das Team aufs Siegertreppchen
Großen Anteil am starken Abschneiden hatte auch das Betreuerteam des VfB. Trainer Andreas Elsäßer hatte seine Mannschaft hervorragend auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitet und fand während des gesamten Turniers immer wieder die passende Aufstellung und taktische Lösung. Unterstützt wurde er von seiner Frau Renate Elsäßer, die das Team als Physiotherapeutin begleitete und sich um das Wohl der Kinder kümmerte.
Eltern sorgen für Heimspielatmosphäre in Freiburg
Für eine besondere Atmosphäre sorgten die mitgereisten Eltern. Mit viel Applaus, lautstarken Anfeuerungsrufen und Fangesängen verwandelten sie den Spielfeldrand regelmäßig in eine kleine Friedrichshafener Fantribüne und trugen ihren Teil dazu bei, die Mannschaft auch in engen Situationen nach vorne zu treiben.
L.E. Leipzig sichert sich den deutschen Meistertitel
Den Titel des Deutschen U15-Vereinsmeisters sicherte sich L.E. Leipzig. Die Sachsen gewannen zunächst ihr Halbfinale gegen die Erfurt Volleys mit 3:0 und entschieden anschließend auch das Finale gegen den ASV Dachau mit 2:1 für sich.
Für den VfB Friedrichshafen bleibt nach einem intensiven und von großer Hitze geprägten Meisterschaftswochenende ein hervorragender dritter Platz bei den Deutschen U15-Beachvolleyball-Vereinsmeisterschaften – ein Erfolg, auf den Mannschaft, Trainer und Eltern gleichermaßen stolz sein können.
Für dem VfB spielten Janis Albert, Sam Bertele, Felix Hameister, Johann Schnerr, Miko Spang und Elias Zumach.
